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Deutsche Meisterschaften U18 2023 in Rostock

Ein Bildbericht von Isabell Frank für das gesamte teilnehmende Team und Trainer

Am Donnerstag, den 20.07.23 machten wir uns bereits am Frühen Morgen auf den Weg für eine sehr lange Autofahrt nach Rostock. Trotz der langen Fahrtdauer von 9 Stunden, die sich aufgrund eines Staus deutlich in die Länge zog, hatten wir bereits jetzt eine Menge Spaß. Nach dem Einchecken in unsere Unterkunft verbrachten wir den Abend mit einem gemeinsamen Essen und einem kleinen Spaziergang am Rostocker Hafen. Unser Highlight war der Sonnenuntergang an der Hohen Düne.

Am nächsten Morgen stieg unsere Aufregung. Nach einem entspannten Frühstück fuhren wir, natürlich mit unserem Ritual: geflochtene Zöpfe, ins Stadion. Eineinhalb Stunden vor Wettkampfbeginn fingen wir an mit dem Aufwärmen und der Vorbereitung auf den Lauf. Bevor es dann auf die Bahn ging, wurde im Callroom unsere Spikeslänge gemessen und unsere Startnummern kontrolliert. Dann war es soweit- der zweite Lauf stand an und wir verteilten uns auf unserer Bahn. Julia Rück war unsere Startläuferin. Sie startete wie eine Rakete und legte einen guten Wechsel zu Finja Willnich hin. Nach einem guten Lauf übergab sie das Staffelholz auf unsere dritte Läuferin, Clara Wagner. Auch sie lief die Kurve schnell und übergab auch diesmal mit einem guten Wechsel auf mich. Der Zieleinlauf war sehr knapp und wir wurden am Ende 17. mit einer neuen PB und unserer ersten Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften. So kam der erste Wettkampftag langsam dem Ende zu.

Am Samstagmorgen hieß es für die Staffelmädels bereits wieder Abreise mit dem Zug nach Göppingen. Für mich ging es wieder ins Stadion. Heute stand der Vorlauf der 400 m Hürden auf dem Programm. Mein Ziel war, mir das große Q für das Finale am Sonntag zu sichern. Dafür musste ich unter den ersten zwei in meinem Lauf kommen. Das Wetter spielte leider nicht wirklich mit. Der Regen sorgte für schwerere Bedingungen für alle Athleten. Nach einer Stadion Pause, wegen des Fußballspiels des HC Rostocks direkt neben dem Stadion, ging es am Nachmittag endlich los. Ich kam leider nicht gut in den Lauf und nach einem Stolperer an der 8. Hürden kam ich nach einem knappen Zielsprint „nur“ als dritte ins Ziel. Mir war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben, doch ich bekam das kleine q und qualifizierte mit als fünft schnellste für das Finale.

Nach der Nachbereitung des Wettkampfs und dem Abhaken des Laufes verbrachten wir den restlichen Tag an der Warnemünde.

Ausgeruht startete ich in den Finaltag. Auch heute spielte das Wetter nicht mit. Die Nervosität stieg und als ich dann die Bahneinteilung sah, war ich etwas eingeschüchtert. Mir wurde die unbeliebte Innenbahn zugeteilt. Nach letzten motivierenden Worten von meinen Eltern und meinem Trainier ging ich nur mit zwei Zielen in den Lauf: Spaß haben und mein Bestes geben. Als wir acht Mädels uns vorbereiteten, fing der Regen wieder an und so mussten wir das Finale im Regen durchziehen. Nachdem der Kampfrichter uns in die Blöcke schickte, konzentrierte ich mich nur noch auf mich. Diesmal fand ich ziemlich gut in den Lauf und deshalb führte ich bis zur neunten Hürde. So langsam verließen mich meine Kräfte und zwei meiner Konkurrenten liefen nach der letzten Hürde im Gleichschritt noch an mir vorbei. Ich kam trotzdem überglücklich als dritte ins Ziel. Nun überfielen nicht nur mich die Emotionen und Freudentränen. Das war der krönende Abschluss für eine sehr gute Saison. Nach der Siegerehrung wartete die lange Rückreise auf uns und so kamen wir um 2.00 Uhr nach einem langen Wochenende wieder zuhause an.

 Ich möchte mich nochmals bei meinen Eltern, meiner Familie und Freunden und natürlich bei meinem Trainer bedanken, für die Unterstützung und die immer motivierenden Worte!